Modeschmuck - Die Geschichte des Modeschmuck
von tkalle
Die Verwendung von Schmuck geht auf die Anfänge der Menschheit zurück. Es war schon immer ein großes menschliches Bedürfnis, sich zu schmücken. Dabei dienten Schmuck, Körperbemalung und Ziernarben nicht nur praktischen und dekorativen Zwecken, sondern waren zugleich Sinnbild von Wohlstand und sozialem Rang.
Die Geschichte des "unechten Schmucks", des Modeschmucks, verläuft bis zu den ersten Versuchen einer Verselbstständigung im frühen 18. Jahrhundert weitgehend parallel zu der Entwicklung des Echtschmucks, beginnt jedoch erst nach der nicht zu vernachlässigenden längsten Periode unserer Vorgeschichte, der Altsteinzeit.
Coco Chanel machte den Modeschmuck Salonfähig.
Die französische Designerin war wie keine Zweite für die Mode ihres Jahrhunderts prägend. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1923 mit dem Parfum "No 5". Als Vorlage des typischen Chanel-Stils dienten ihr die Uniformen der Weltkriege. Mit ihrer Linie verhalf sie erstmals der emanzipierten und gleichberechtigten Frau zu ihrem modischen Ausdruck. Coco Chanel schaffte das Korsett ab, erfand 1926 das "Kleine Schwarze", den Modeschmuck, kürzte die Röcke auf eine skandalöse Länge knapp unterhalb des Knies und entwarf gestrickte Badeanzüge, die auf Oberschenkellänge endeten. Chanel behauptete sich damit als eine legendäre Persönlichkeit der Emanzipation.
Es waren Perlenketten aus Imitationsperlen, die den Siegeszug des Modeschmuck einläuteten.
Modeschmuck passend selbst zum teuren Couture Kleid war nun up-to Date. Nicht mehr die möglichst täuschende Imitation von Juwelen war bei ihr das Ziel, sondern der ästhetische Effekt.
Die, nicht zuletzt auf Grund der Weltausstellung 1900 in Paris sich als Wirtschaftsfaktor entwickelnde Haute Couture brachte es mit sich das eine Vielzahl von Handwerken einen immensen Aufschwung erlebten. So stellten sich Glasmacher und Gürtler auf die Herstellung von Schmuck ein. Bereits 1865 begann bereits Napoleone Corbella in Mailand mit der Herstellung von Halbzeug aus Messing zur Herstellung von Theater-Schmuck für die Italienischen Opernhäuser um später ebenfalls die ersten Modehäuser Mailands zu beliefern. Auch die Modeschmuck Hersteller im konventionellen Bereich reagierten auf die veränderte Nachfrage im Bereich der Mode und stellten mehr und mehr auf industrielle Fertigung um. Es entstanden in dieser Zeit wichtige Zentren zur Herstellung von Modeschmuck wie zum Beispiel Gablonz in Tschechien.

23.02.09 14:50:22, 361 Wörter, 1438 Ansichten